Jahreskreisfeste

Die Natur verändert sich im Laufe des Jahres ständig. Die Tage werden länger und kürzer, Pflanzen wachsen und ziehen sich zurück, Tiere folgen ihren eigenen Rhythmen und auch wir Menschen erleben die verschiedenen Jahreszeiten auf unterschiedliche Weise.

Die Jahreskreisfeste laden dazu ein, diese natürlichen Übergänge bewusst wahrzunehmen und gemeinsam zu feiern.

Dabei richten wir unseren Blick auf die Ursprünge und Bedeutungen der einzelnen Feste, auf die Vorgänge in der Natur und auf die Fragen, welche Bedeutung diese Jahreszeiten und Übergänge für unser eigenes Leben und unsere Gemeinschaft haben können.

Jedes Fest steht unter einem eigenen Thema und orientiert sich an den natürlichen Rhythmen des Jahres. Mal geht es um Neubeginn und Wachstum, mal um Ernte und Dankbarkeit, mal um Rückzug, Loslassen oder das Wiederkehren des Lichts.

Gemeinsam verbringen wir Zeit draußen in der Natur, beobachten die Veränderungen der Jahreszeit, tauschen Erfahrungen und Gedanken aus und widmen uns den Traditionen und Hintergründen des jeweiligen Festes.

Ein besonderer Teil jedes Treffens ist die gemeinsame Zubereitung einer zum Fest passenden Speise. Am Feuer oder in der Naturküche bereiten wir gemeinsam unser Festmhl zu, essen miteinander und lassen das Fest in Gemeinschaft ausklingen.

Die Jahreskreisfeste sind keine religiösen Veranstaltungen. Sie verstehen sich als Einladung, die natürlichen Rhythmen des Jahres bewusster wahrzunehmen, Naturverbundenheit zu erleben und Gemeinschaft zu pflegen.

Was dich erwartet

  • Zeit draußen in der Natur
  • Wissenswertes über Ursprung und Bedeutung des jeweiligen Festes
  • Naturbeobachtungen passend zur Jahreszeit
  • Austausch und gemeinsames Erleben
  • Gemeinsames Zubereiten einer zum Fest passenden Speise
  • Essen in Gemeinschaft
  • Kleine Rituale und Impulse passend zur Jahreszeit

Organisatorisches

Dauer: ca. 4 Stunden

Ort: Die Veranstaltungen finden draußen in der Natur im Raum Habichtswald, Baunatal, Kassel und Umgebung statt.

Treffpunkt: Der genaue Veranstaltungsort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Wenn du mehr über die Feste wissen möchtest, unten auf der Seite findest du Beschreibungen zu den einzelnen Jahreskreisfesten.

Termine 

Fest Datum Zeit
Fest der Fülle Sa. 20.06.2026 18:00 - 22:00 Uhr
Fest der ersten Ernte Sa. 01.08.2026 18:00 - 22:00 Uhr
Fest der Dunkelheit Sa. 19.09.2026 18:00 - 22:00 Uhr
Fest des Wandels Sa. 31.10.2026 18:00 - 22:00 Uhr
Fest des neuen Lichts Sa. 19.12.2026 18:00 - 22:00 Uhr
Fest des ersten Lichts Sa. 06.02.2027 18:00 - 22:00 Uhr
Fest des Frühlings Sa. 20.03.2027 18:00 - 22:00 Uhr
Fest des Wachstums Sa. 01.05.2027 18:00 - 22:00 Uhr

Die Termine können von den in der Beschreibung der einzelnen Feste abweichen

Solidarische Preisgestaltung

Mir ist wichtig, dass Naturerfahrungen, Gemeinschaft und gemeinsames Lernen möglichst vielen Menschen offenstehen.

Gleichzeitig brauchen die Angebote eine verlässliche Grundlage, damit sie gut vorbereitet, begleitet und langfristig angeboten werden können.

Deshalb arbeite ich mit einer solidarischen Preisgestaltung. Sie basiert auf Vertrauen, Ehrlichkeit und dem Gedanken, dass Menschen unterschiedliche finanzielle Möglichkeiten haben.

Für jedes Angebot gibt es drei Beitragsstufen:

Ermöglichungsbeitrag

Für Menschen, die aktuell finanziell weniger Spielraum haben. Dieser Beitrag deckt die wichtigsten Kosten und ermöglicht die Teilnahme.

Regulärer Beitrag

Dieser Beitrag bildet die Grundlage für die Planung und Durchführung des Angebots und entspricht dem realistischen Standardpreis.

Unterstützerbeitrag

Mit diesem Beitrag unterstützt du die Weiterentwicklung der Angebote und trägst dazu bei, dass auch Menschen mit geringerem finanziellen Spielraum teilnehmen können.

Alle Beitragsstufen beziehen sich auf dieselbe Leistung. Es geht nicht um unterschiedliche Angebote, sondern um unterschiedliche Möglichkeiten, einen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten.

Bitte wähle den Beitrag, der zu deiner aktuellen Situation passt.

Sollte auch der Ermöglichungsbeitrag eine Teilnahme erschweren, sprich mich gerne an. Gemeinsam finden wir eine Lösung.

Mein Ziel ist es, Naturverbindung, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und gleichzeitig eine nachhaltige Grundlage für die Angebote zu schaffen.

 

 

Teilnahmebeitrag pro Fest

Im Teilnahmebeitrag enthalten sind die Platzkosten, die gemeinsame Verpflegung, Material für die verschiedenen Naturangebote sowie die Begleitung während des Festes.

Erwachsene

Ermöglichungs Beitrag 20  €

Regulärer Beitrag 35€

Unterstützungs Beitrag  45 €

Jugendliche

Ermöglichungs Beitrag 15€

Regulärer Beitrag 25 €

Unterstützungs Beitrag  35 €

Die Jahreskreisfeste 

Die Feste haben sich schon immer an der Natur orientiert so wie sie von unseren Vorfahren gelebt und gefeiert wurden. Oft werden sie auch als Keltische Feste bezeichnet, aber es sind Feste die es in allen Völkern gab und sich je nach Volk , Stamm, Dorf und auch Zeit in ihrer auführung und den Ritualen unterschieden haben. Alle haben aber die Abläufe in der Natur zum Vorbild und Anlass gehabt und haben sie auch Heute noch. Ihren Ursprung und eine Bedeutung die sie für uns heute haben können findest du hier. Da die Feste von der Natur beeinflusst sind und sich nicht nach Herkunft, Religion, Kultur oder anderen Menschlichen vorgaben richten habe ich ihnen eigene Namen gegeben, so das sie zu unseren eigenen Festen in der Naturverbindung werden können.

Fest des ersten Lichts

Datum

01./02. Februar

Natürlicher Zeitpunk des Festes  zweiter Neumond  oder Vollmond nach der Wintersonnenwende .

Bedeutung

Dieses Fest markiert das Ende des tiefen Winters und den ersten zaghaften Schritt in Richtung Frühling. Das Fest steht im Zeichen des Lichts und der Reinigung. Es ist ein Moment, in dem wir das Dunkel hinter uns lassen und das wiederkehrende Licht willkommen heißen.

Traditionell wird es mit Feuer und Kerzen gefeiert, um die wachsende Kraft der Sonne zu symbolisieren. Das Licht vertreibt nicht nur den Winter, sondern entfacht auch das innere Feuer in uns neu. Es ist eine Zeit des Neubeginns, der Inspiration und der Reinigung von Körper und Geist.

Andere Bezeichnungen

  • Christentum: Mariä Lichtmess (der Tag, an dem traditionell die Kerzen für das kommende Jahr geweiht werden).
  • Keltischer Ursprung Imbolc: Tag der Göttin Brigid, verbunden mit Reinigung, dem ersten zarten Erwachen und der Vorbereitung auf das Frühjahr.
  • Nordamerika (Kanada): Hoobiyee (ein Neujahrs- und Erntefest der kanadischen First Nations/Nisga'a).

Fest des Frühlings

Datum

20./21. März

Frühlings-Tagundnachtgleiche

Es ist ein Fest des Gleichgewichts und der Erneuerung. Tag und Nacht sind jetzt im Einklang, und die Natur erwacht zu neuem Leben. Es ist der Beginn des fruchtbaren Frühlings, eine Zeit, in der das Leben wieder sprießt und wächst.

Bedeutungl

Dieses Fest steht ganz im Zeichen der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Wiedergeburt. Es ist der perfekte Moment, um Pläne zu schmieden und neue Projekte zu starten, die im Laufe des Jahres Früchte tragen sollen. Ostara ist auch eine Zeit, um die Balance in deinem Leben zu reflektieren und dich auf das zu konzentrieren, was du in den kommenden Monaten erreichen möchtest.

Andere Bezeichnungen

  • Christentum: Ostern (beinhaltet viele alte Frühlingssymbole wie das Ei oder den Hasen, die für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt stehen). 
  • Keltischer Ursprung: Ostara
  • Iran & Regionen (Bahai, Zoroastrismus, etc.): Nouruz (das persische Neujahrsfest, das exakt zur Tagundnachtgleiche den Frühling begrüßt).
  • Nordamerika: National Indigenous Peoples Day (wird von vielen indigenen Gruppen in Kanada zur Sommersonnenwende gefeiert, hängt aber stark mit der Wiedergeburt der Natur zusammen). 

Fest des Wachstums

Datum

01. Mai

Frühlingsvollmond 

Beginn der hellen Jahreshälfte

Bedeutung

Dieses Fest ist auch bekannt als Walpurgisnacht die Nacht der Hexen und ist das Fest der Fruchtbarkeit, Lebensfreude und des Feuers. Diese magische Nacht markiert den Beginn des Sommers und ist erfüllt von feurigen Ritualen und lebendigen Tänzen, die die erwachende Natur und die aufsteigenden Energien des Frühlings feiern.

In dieser Zeit glaubt man das die Grenzen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt durchlässig sind. Es ist eine Nacht voller Magie und Mystik.
Ein Feuer zu entzünden gehört einfach dazu. Ob ein großes Lagerfeuer oder ein paar Kerzen, das Licht soll die Dunkelheit vertreiben und das neue Leben begrüßen.

Andere Bezeichnungen

  • Christentum: Maifeiertag und Tanz in den Mai (in vielen Regionen Europas werden Maibäume aufgestellt).
  • Indien: Buddha Purnima / Vesak (fällt oft in die Zeit des Mai-Vollmonds und ist das höchste buddhistische Fest, das Erleuchtung und das Leben feiert).
  • Keltischer Ursprung: Beltane Walpurgisnacht Beginn der Weidesaison, geprägt von großen Feuern zum Schutz von Mensch und Vieh. 

Fest der Fülle

Datum

20./21. Juni

Die Sommersonnenwende, ist das Fest des Lichts und der Fülle. An diesem Tag steht die Sonne am höchsten, und wir erleben den längsten Tag des Jahres. Die Natur ist in voller Blüte, und die Welt strahlt vor Lebenskraft.

Bedeutung

Beginne den Tag mit dem Sonnenaufgang, ein kraftvoller Moment, um das Licht in deinem Leben zu feiern. Ein kleines Sonnwendfeuer am Abend lässt dich die Energie der Sonne spüren. Auch das Sammeln von Kräutern, die jetzt besonders kraftvoll sind, ist ein schöner Brauch, um die Fülle der Natur zu ehren.

An diesem Tag sollen wir daran erinnert werden, wie wertvoll die langen hellen Tage sind.

Andere Bezeichnungen

  • Christentum: Johannistag (der Tag des heiligen Johannes des Täufers). [1]
  • Skandinavien & Baltikum: Mittsommer / Midsommar (das wichtigste skandinavische Fest mit Tanz um den Baum, Blumenkränzen und Lagerfeuern).
  • Nordamerika (Inka-Nachfahren in Peru & Ecuador): Inti Raymi (Das große Sonnenfest der Inkas in Cusco zur Wintersonnenwende auf der Südhalbkugel, das den Sonnengott ehrt). [1, 2, 3, 4, 5]
  • Keltischer Ursprung: Litha, Mittsommer, Alban Hefin 

Fest der ersten Ernte

Datum

1. August

Neumond

Beginn der ersten Ernte

Bedeutung

Das erste Erntefest des Jahres. Die Felder sind voll, die ersten Körner werden geerntet, und überall liegt der Duft von frischem Brot und reifen Früchten in der Luft. Es ist eine Zeit, in der wir die Fülle der Natur feiern und uns daran erinnern, wie viel uns die Erde schenkt.

Es ist der perfekte Moment, um innezuhalten und bewusst „Danke“ zu sagen, für die Ernte, für das, was wir erreicht haben, und für all die kleinen und großen Dinge im Leben. Ein Fest, bei denen frisches Brot gebacken und mit Freunden und Familie geteilt wurde, ein Ritual der Gemeinschaft und Dankbarkeit.

Andere Bezeichnungen

  • Christentum: Mariä Himmelfahrt oder Erntedank-Vorläufer (Kräuterweihe, Dank für das erste Getreide).
  • Australien (Aboriginal Seasons - Victoria): Poorneet (im traditionellen Kalender der Aborigines die Zeit, in der Frösche und Kaulquappen aktiv werden, was den Beginn der wärmeren Fülle und Nahrungsbeschaffung markiert).
  • Afrika (Südafrika): Umkhosi Wokweshweshwa (historisch ein wichtiges Erntefest der Zulu, bei dem die ersten Früchte/Erzeugnisse des Jahres gefeiert und verkostet werden). 
  • Keltischer Ursprung: Lughnasadh, Lammas, Schnitterfest

Fest der Dankbarkeit

Datum

23. September

Die Herbst-Tagundnachtgleiche, markiert den Moment, in dem Tag und Nacht im perfekten Gleichgewicht stehen

Bedeutung

Es ist eine Zeit des Dankens und Reflektierens, in der wir die Fülle des Jahres ehren und uns auf die kommenden stilleren Monate vorbereiten.

Dieses Fest lädt uns ein, innezuhalten und die Balance in unserem Leben zu finden. Es ist die Zeit der zweiten Ernte, in der wir nicht nur die Früchte der Natur, sondern auch unsere persönlichen Erfolge des Jahres würdigen

Andere Bezeichnungen

  • Christentum: Erntedankfest (Dankbarkeit für die Gaben der Natur und Vorbereitung auf die dunklere Jahreszeit).
  • Ostasien (China, Japan, Korea, Vietnam): Mittherbstfest / Mondfest (das zweitwichtigste Fest nach dem Neujahr; Familien kommen zusammen, betrachten den Mond und essen traditionelle Mondkuchen).
  • Keltischer Ursprung: Mabon, Alban Elfed

Fest des Wandels

Datum

31. Oktober

Neumond

Beginn der dunklen Jahreshälfte

Bedeutung

Das ist das wohl mystischste Fest im Jahreskreis. Es markiert das Ende des alten und den Beginn des neuen Natur Jahres. Die Nächte sind länger, die Dunkelheit breitet sich aus, und die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Ahnen wird dünn. Es ist die Zeit, um sich mit den eigenen Wurzeln zu verbinden und den Ahnen zu gedenken.

Es ist eine Zeit, um die Ahnen zu ehren. Denke an die, die vor dir gegangen sind. Es ist ein Moment der Besinnung und des Gedenkens.

Andere Bezeichnungen

  • Christentum: Allerheiligen und Allerseelen (Gedenken an die Verstorbenen).
  • Weltlicher/Keltischer Ursprung: Halloween Samhain, Keltisches Neujahr(dem Tag, an dem sich die Schleier zur Anderswelt öffnen und man der Ahnen gedachte).
  • Südamerika (Mexiko/Mittelamerika): Día de los Muertos (Tag der Toten; farbenfrohe, mehrtägige Feierlichkeiten zur Ehrung der Verstorbenen, die eng mit dem Wechsel der Jahreszeiten verwoben sind).
  • Südafrika: Ancestors' Day (Traditionelle Tage der Ahnenverehrung, die in vielen afrikanischen Kulturen tief verwurzelt sind). 

Fest des neuen Lichts

Datum

21./22. Dezember

Die Wintersonnenwende, ist ein Fest der Hoffnung und der Wiedergeburt. Es ist der kürzeste Tag des Jahres, aber genau ab diesem Moment beginnen die Tage wieder länger zu werden. Das Licht kehrt zurück. Dieser Tag markiert das Ende der Dunkelheit und den Beginn eines neuen Zyklus

Bedeutung

Das Fest, das uns daran erinnert, dass nach jeder Dunkelheit wieder Licht kommt. Es ist eine Zeit, um innezuhalten, sich auf das Wesentliche zu besinnen und sich auf das Licht zu freuen, das vor uns liegt.

Andere Bezeichnungen

  • Christentum: Weihnachten (wurde historisch auf das Datum des römischen Sol Invictus-Festes und germanischer Jul-Bräuche gelegt). [1, 2, 3]
  • Iran & Zoroastrismus: Shab-e Yalda (die längste Nacht des Jahres wird traditionell mit der Familie, Granatäpfeln und Gedichten gefeiert).
  • Ostasien: Dongzhi (Winterfest in China, Japan und Korea, an dem man sich versammelt, um wärmende Suppen und Klebreisbällchen zu essen).
  • Nordamerika & Kanada: Hozoni (Winterfest der Navajo) oder das Soyal-Fest der Hopi-Indianer, die mit Tänzen die Rückkehr der Sonne feiern.
  • Keltischer Ursprung: Yule, Jul, Alban Arthan